Über uns

Die Hildegard Lagrenne Stiftung (HLS) wurde am 25. Oktober 2012, am Tag nach der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti* und Roma* Europas, von Sinti und Roma gegründet. Die Stiftergemeinschaft traf sich dazu in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin. Die Stiftung ist benannt nach Hildegard Lagrenne (1921–2007), die die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma prägte und zeit ihres Lebens für Bildung und die Bekämpfung des Antiziganismus eintrat. 

Namensgeberin

Unsere Namensgeberin

Hildegard Lagrenne wuchs im Rheinland auf. Nach einem Erlass von SS Reichsführer Heinrich Himmler und im Rahmen des von Reinhard Heydrich und anderen SS-Führern im Reichssicherheitshauptamt organisierten Völkermordprogramms wurde sie bereits im Mai 1940 mit ihrer Familie und weiteren Sinti*- und Roma*-Familien aus dem Rheinland in Konzentrationslager im nationalsozialistisch besetzten Polen deportiert.

Nach der Befreiung zog sie mit überlebenden Familienangehörigen, darunter ihre beiden Brüder, nach Mannheim. Seit 1981 war sie Mitarbeiterin beim Zentralrat Deutscher Sinti* und Roma* und seit 1991 im Dokumentations- und Kulturzentrum des Zentralrats in Heidelberg.

Aufgrund ihrer Buchveröffentlichungen und zahlreichen Gesprächen mit Journalisten*innen und ihrer Informationsarbeit an Schulen, mit Jugendgruppen und öffentlichen Veranstaltungen wurde sie zu einer überregional bekannten Persönlichkeit der Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti* und Roma*. Im Jahre 1997 erhielt sie vom damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.

Unsere Satzung

Die Hildegard Lagrenne Stiftung für Bildung, Inklusion und Teilhabe von Sinti* und Roma* in Deutschland wird in dem Bewusstsein gegründet, dass aufgrund der jahrhundertelangen andauernden Geschichte der Diskriminierung und des Antiziganismus, Sinti* und Roma* geringere Bildungschancen haben als Angehörige der Mehrheitsbevölkerung.
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Stiftungsteam (15)

Lyazat Hasselmann

Finanz- und Verwaltungskoordination

lyazat.hasselmann@hildegard-lagrenne-stiftung.de +49 (0)621- 319 733 21

Nora Gohrt

Projektleitung - Romano Sfato

nora.gohrt@lagrenne-stiftung.de

Sissy Meinhardt

Schulmediatorin/ SPA Azubi

sissy.meinhardt@lagrenne-stiftung.de

Carmen Montes Izquierdo

Rassismuskritische Beratung - weact

carmen.montes@hildegard-lagrenne-stiftung.de

Sara Paßquali

Bildungsberatung - Projekt AMari Zor und Schulungsentwicklung & Anleitung - Pakiv Projekt

sara.passquali@lagrenne-stiftung.de

Florentina Neacsu

Community Beratung - Projekt Pakiv

florentina.neacsu@lagrenne-stiftung.de

Anna Repina

Bildungsberatung - AMari Zor

anna.repina@lagrenne-stiftung.de

Avram Sarban

Community Beratung - Projekt Pakiv

avram.sarban@lagrenne-stiftung.de

Paula Savin

Beratung - Pakiv Projekt

paula.savin@lagrenne-stiftung.de

Vicka Sokolinskaia

Öffentlichkeitsarbeit & Social Media

victoria.sokolinska@lagrenne-stiftung.de

Florian Tanasie

Community Beratung - Romano Sfato

florian.tanasie@lagrenne-stiftung.de

Mona Vintila

Beratung - Pakiv Projekt und Bildungsberatung - Romano Sfato

mona.vintila@lagrenne-stiftung.de

Ulrike Wischnewski

Rassismuskritische Beratung - weact

ulrike.wischnewski@hildegard-lagrenne-stiftung.de

Stiftungsrat (9)

Prof. Gert Weisskirchen

Stiftungsratsvorsitzender, Professor für Sozialpädgogik an der Fachhochschule Wiesbaden (1975-1980) und Abgeordneter des Deutschen Bundestages (1976 bis 2009)

Sami Dzemailovski

Sozialarbeiter Quartiersbüro Bergheim (Ahe), Gründer von „Internationaler Kultur- und Sportverein der Roma Carmen e.V.“, Vertreter der Stifter*innen

Romeo Franz

Musiker und Mitglied des Europäischen Parlaments, Greens/ EFA

Ina Rosenthal

Frauen- und Geschlechterpolitische Sprecherin im Landesvorstand der Partei BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Berlin

Prof. Dr. Rita Süssmuth († 01.02.2026)

Präsidentin des Deutschen Bundestages (1988-1998), Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit (1985-1988)

Dr. Jane Weiß

Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaften (Abteilung Historische Bildungsforschung), stellvertretende Vorstandsvorsitzende RAA Berlin e.V.

Anetta Kahane

Anetta Kahane gründete 1998 die Amadeu Antonio Stiftung und war bis 2022 deren Vorsitzende. Zuvor war sie Ausländerbeauftragte in Ost-Berlin und Vorsitzende der RAA e.V. in den neuen Bundesländern. Heute arbeitet sie als Publizistin und Autorin.

Nermin Sali

Kommissarischer Schulleiter der Willkommensschule in Bremen-Nord und Mitglied des Bremer Rats für Integration. Zudem ist er Sprecher des „Netzwerkes für Pädagoginnen und Pädagogen mit Zuwanderungsgeschichte“.

Giano Weiß

Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit, sowie Vorsitzender und Gründer des ersten Sintivereins in Paderborn „Deutsche Sinti Paderborn“.

Vorstand (3)

Verena Lehmann

Mitbegründerin des Sinti-Roma-Pride, einer unabhängigen Organisation für die junge Generation der Sinti und Roma, die sich im Grundsatz für gleichberechtigte Teilhabe, für Menschenrechte und für den kulturellen Erhalt von Sinti und Roma einsetzen. Als Partner eines Aktionsbündnisses unterstützte sie mit zahlreichen Informationen in social Medias und einer Petition an die Regierung den Schutz des Mahnmals für Sinti und Roma in Berlin und engagiert sich darüber hinaus für Menschenrechte und den Erhalt einer nachhaltigen Erinnerungskultur.

Nino Novakovič

Er ist u.a. Initiator der Roma-Jugend Initiative Northeim und Vorsitzender von Terne Rroma Südniedersachsen e.V. Sein hohes Engagement und sein vielfältiger Einsatz für die Belange von Roma verdienen in Niedersachsen höchste Wertschätzung in Politik und Gesellschaft.

Daniel Strauß

Gründer der Hildegard Lagrenne Stiftung (HLS), engagiert sich seit der Entstehung am 25.10.2012 strategisch für den Aufbau und die Entwicklung der HLS. Von Beginn an wurde er zum Vorsitzenden des Vorstandes gewählt worden. Daniel Strauß setzt sich seit Beginn der Bürgerrechtsarbeit für gleichberechtigte Teilhabe von Sinti und Roma ein. Ihm ist es gelungen, mit dem Land Baden Württemberg auf Augenhöhe einen Staatsvertrag für die Belange der Sinti und Roma auszuhandeln, der auch in Romanes verfasst wurde.

Partner*innen

Lobbyarbeit

Die Hildegard-Lagrenne-Stiftung (HLS) ist die erste Stiftung, deren Stifter*innen ausschließlich Sinti* und Roma* sind. Wir wollen durch Bildungsförderung und durch die Bekämpfung von Diskriminierung und Antiziganismus einen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen von Sinti* und Roma*, in Deutschland leisten. Die HLS ist Mitglied in verschiedenen Arbeitskreisen zur Entwicklung politischer Empfehlungen und stellt Informationen zum Thema Sinti* und Roma* bereit. Neben Familienbildung, interkulturellem und demokratischem Lernen, arbeitet die HLS auch aktiv auf europäischer Ebene mit NGOs und Institutionen zusammen.